Allan Pollok-Morris
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Eine fotojournalistische Reise

Allan Pollok-Morris arbeitet seit mehr als 30 Jahren als Fotograf. Er ist für seine großformatigen Fotografien bekannt, die sich auf Landschaften, Land Art und Design konzentrieren. International hat er eine Vielzahl an erstklassigen Arbeiten für Medien und private Auftraggeber umgesetzt. Daneben stellte er seine Bilder in Galerien auf der ganzen Welt aus.

Allans Fotografien sind vom 9. Oktober 2013 bis zum 12. März 2014 in einer Einzelausstellung im New York Botanical Garden zu sehen. Die Bilder stellen die Arbeit verschiedener Künstler und Designer aus dem Landschaftsbereich in den Mittelpunkt.

Wir haben uns mit Allan getroffen, um Einblick in seine Arbeit zu erhalten.

Die Arbeit des Fotojournalisten
Es ist unglaublich, was für eine Auswahl an Aufnahmemöglichkeiten und Medien einem als Fotografen zur Verfügung stehen. Das bedeutet, dass man nie sicher weiß, was man vorfinden wird und auf ein breites Spektrum an Fotosituationen vorbereitet sein muss. Diese Vielfalt ist einer der schönsten Aspekte, wenn man die kreativen Arbeiten von Menschen in der Landschaft fotografiert. Besonders Orte, an denen neue Kunst und Design in eine Umgebung mit Geschichte eingebettet sind, hebe ich mit fotografisch anspruchsvollen Mitteln gerne hervor.

Es ist toll, mit Künstlern, Designern und Architekten zusammenzuarbeiten, die auf ihrem Gebiet renommiert sind, und das Privileg zu haben, ihre eindrucksvollen Arbeiten vor Ort besichtigen zu können.

Die Freuden und Herausforderungen der nächtlichen Fotografie
Es gefällt mir besonders, im Winter Bäume bei Nacht zu fotografieren – teils wegen der Stimmung, aber auch weil man ihre besondere Form dann vom einheitlichen Hintergrund absetzen kann. Die grandiose Atmosphäre, die durch die eingeschränkten Lichtverhältnisse bei Nacht entsteht, kann recht surreal wirken. Um der Authentizität willen, erledigt man die meiste Arbeit am besten vor und beim Fotografieren, anstatt nur auf die Nachbearbeitung zu setzen. Das kann eine ganz schöne Herausforderung sein, wenn man bedenkt, wie wenig Licht einem in einer nächtlichen Winterlandschaft für gewöhnlich zur Verfügung steht. Vor Ort setze ich teilweise gleichmäßiges Blitzlicht ein, ich arbeite aber auch gerne mit Mondlicht bei sehr langen Belichtungszeiten, um feine Details herauszuarbeiten, was mit Kunstlicht so nicht möglich ist. 

Addiert man zu diesen technischen Schwierigkeiten meine Besessenheit von Nachtfotografien bei möglichst niedriger ISO – um absolut hochwertige Aufnahmen sicherzustellen – merkt man schnell, dass sich gute Resultate gar nicht so einfach erreichen lassen. Ich muss zugeben, dass ich früher davon überzeugt gewesen bin, dass man Qualität am besten durch das Fotografieren auf Film erzielt. Daher machte ich Bilder auf ISO 50 oder ISO 100 Diafilm. Da man bei Langzeitbelichtungen mit begrenzten Lichtverhältnissen jedoch auf Probleme wie den Schwarzschild-Effekt trifft, kam das Phase One P45+ Back wie gerufen. Einstündige, rauschfreie Belichtungen bei ISO 50 lassen Film und andere Digitalkameras ganz schön alt aussehen.

Der nächste Schritt nach dem Phase One P45+
Ich genoss die Arbeit mit dem P45+, hielt aber die Augen weiterhin offen, da sich der digitale Bereich unheimlich schnell entwickelte. Ich bin nicht auf eine bestimmte Marke eingeschossen gewesen, nachdem ich aber gründlich recherchiert habe und mich mit den Möglichkeiten und Entwicklungen im Bereich der digitalen Fotografie auseinandergesetzt habe, bin ich immer wieder bei Phase One gelandet.

2009 wechselte ich zum P65+, dem ersten digitalen Vollbild-Mittelformatback. Zu diesem Zeitpunkt habe ich viel im Querformat gearbeitet und bewegte mich weg vom traditionellen quadratischen Mittelformat. Gleichzeitig tauschte ich meine Mamiya Kameras und Objektive gegen Phase One Modelle ein. Die Zahl meiner Objektive wuchs, wodurch ich nun auch ohne zu viel extra Ausrüstung eine größere Bandbreite an Motiven aufnehmen konnte. Im Jahr 2011 habe ich in Helmingham Hall für das renommierte Magazin Country Life ein Feature gemacht. Helmingham Hall ist ein wunderschönes Wasserschloss in Suffolk, in dem die Adelsfamilie Tollemache seit dem 15. Jahrhundert residiert. In der umliegenden Landschaft lässt sich erkennen, wie der Mensch die Natur zu verschiedenen Zeiten, bis zurück ins Jahr 1100, gestaltet und geprägt hat. Außerdem konnten wir dort eine der schönsten Gartenanlagen Europas, die in den letzten zehn Jahren umgestaltet wurde, fotografieren.

Mit dem Mittelformat unterwegs
Ich bin immer noch erstaunt, dass meine Mittelformatkamera, das Digitalback, fünf Objektive, unzählige Batterien, Kabel, Karten, Dokumente und ein Laptop mit Case bei den meisten Fluggesellschaften ohne Probleme als Handgepäck durchgeht. Am Zielort angekommen, ist meine Arbeit vielseitig und abwechslungsreich. Sie umfasst Makrofotografie, Landschaften, Innenarchitektur, Portraits, Tiere, Unterwasser- und Luftbildaufnahmen sowie das Fotografieren via Tethering. Ich bin schon mal im tiefsten Winter unterwegs, stehe mitten im Hochsommer auf einer Hebebühne, manchmal muss ich auch auf Berge steigen, im Wasser stehen, auf einem steilen Felsen hocken oder arbeite bei einem A-Promi zu Hause. In solchen Fällen gibt es in der Regel keinerlei Komplikationen. Wenn ich unterwegs aber doch mal ein Problem hatte, haben Phase One und Dtek aus Großbritannien ihr Bestes gegeben, um mir vor Ort mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Fotografie auf höchstem Niveau
Das Argument, die größten Formate und besten Auflösungen seien nur mit 10x8 Film zu erreichen, ist mit dem Phase One IQ180 Digitalback komplett widerlegt worden. Es liefert gigantische Aufnahmen, hohe Auflösung und ISO 35. Mit den IQ Backs kann man die Bilder am Laptop oder mit dem iPad überprüfen und hat so eine ähnliche Arbeitsweise wie beim althergebrachten Mittelformat. Ich bin Mitte 2012 auf das IQ180 umgestiegen und es stellt eine super Erweiterung meines Equipments dar.

Bei der Postproduktion sind die Bilder vom Arbeitsplatz und durch einen gesicherten Zugang sogar von der ganzen Welt aus erreichbar. Wenn ich neue Fotoassistenten einstelle, achte ich darauf, ob Sie Erfahrungen mit Capture One Pro haben, weil das eigentlich die einzige Software ist, die ich zur Nachbearbeitung nutze. Das ist heutzutage vermutlich bei den meisten ernsthaften Fotografen gang und gäbe. Jedem, der diesen Schritt in Erwägung zieht, möchte ich sagen, dass die enorm großen RAW-Dateien von Phase One in puncto Workflow kein Hindernis darstellen, es ist schließlich bloß eine Frage des Maßstabs. Das Budget spielt zwar auch immer eine Rolle, aber da große Speichermedien mittlerweile preisgünstig erhältlich sind und die meisten Arbeitsplätze für Grafik und Bildbearbeitung sowieso auf HD-Dateien im großen Umfang ausgerichtet sind, spielen derartige Bedenken immer weniger eine Rolle.

Die Fotografien in diesem Beitrag sind schon für die unterschiedlichsten Zwecke und Medien verwendet worden, von großformatigen Drucken für Ausstellungen bis hin zu Postkarten für Museumsshops. Ich gebe meine Bilder nicht an Stock-Galerien weiter, aber die steigende Zahl der Medien, mit denen ich zusammenarbeite, überrascht mich immer wieder. Wenn in meinem Posteingang eine neue Anfrage auftaucht, ist das oft der Beginn eines kleinen Abenteuers. Durch meine Arbeit lerne ich die verschiedensten Auftraggeber und Artdirectors aus der ganzen Welt kennen. Ich habe mit einigen der besten Buchverlegern, Magazin- und Zeitungsredakteuren, Artdirectors und privaten Sammlern zusammengearbeitet. Die Budgets, die Arbeitsweise und Erfahrungen der Kunden unterscheiden sich teilweise enorm voneinander. Daher muss man auch immer den unterschiedlichsten Erwartungen und Ansprüchen gerecht werden.

Um es einfach auszudrücken: Als Fotojournalist, der sich auf ein bestimmtes Fachgebiet spezialisiert hat, ist es mein Ziel, Menschen etwas Interessantes zu zeigen, das ihnen vorher noch nicht aufgefallen ist. Das Wichtigste für diese Art der Fotografie ist es, offen und unvoreingenommen zu sein. Am Ende des Tages geht es darum, dem technologischen Fortschritt und überraschenden, ganz unterschiedlichen Kunden, Medien und Orten zu begegnen, indem man schlicht und einfach in der bestmöglichen Qualität und auf die beste Art und Weise fotografiert. Ich glaube, jeder Auftraggeber weiß einen engagierten Fotografen, der keine Mühen scheut, zu schätzen.

Es ist schwer zu sagen, was die Zukunft bringen wird, sicher ist aber, dass ich durch die Arbeit mit Phase One auch weiterhin zuverlässig die qualitativ hochwertigsten Aufnahmen erzielen werde.

Der Fotograf Allan Pollok-Morris

Kamera: Phase One 645DF/645DF+
Digitalback: IQ180, P65+

Testen Sie ein Phase One Kamerasystem

Erfahren Sie mehr:
Video über die Ausstellung im New York Botanical Garden:
http://bit.ly/1bO3kBb

Folgen Sie Allan Pollok-Morris
Website: allanpollokmorris.com
Facebook: Northfield Editions
Buch: Close: Landscape Design and Land Art in Scotland (ISBN: 978-0956033819)

ALL IMAGES © Allan Pollok-Morris

Allan Pollok-Morris Phase One
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"I'm confident the work captured on the Phase One will continue to give long term consistency"
A.Pollok-Morris
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