Patrick Cox
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Veränderung als Herausforderung annehmen

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Der in South Carolina lebende Patrick Cox arbeitet seit 2001 hauptberuflich als Fotograf. Er sieht sich selbst als Puristen, der seine Bilder bereits im Moment des Fotografierens, anstatt bei der Nachbearbeitung, entstehen lassen will. Veränderungen betrachtet er als willkommene Herausforderungen. Am Beruf des Fotografen liebt er die Tatsache, dass jeder Tag anders ist. Wir hatten die Gelegenheit, Patrick und seine Herangehensweise an die Fotografie ein wenig näher kennenzulernen.

Erzählen Sie uns ein bisschen von sich – wo und wie hat alles angefangen?

Seit dem Moment, in dem mir meine Großeltern den ersten Fotoapparat geschenkt haben, hege ich eine Leidenschaft für Kameras. Ich konnte sogar schon davon leben, bevor ich hauptberuflicher Fotograf geworden bin. In den frühen 90ern arbeitete ich als Techniker und Programmierer auf der ganzen Welt. In dieser Zeit habe ich mir auch meine erste Digitalkamera angeschafft, sie hatte 2 Megapixel und eignete sich für die Schwarz-Weiß-Fotografie. Damals erhielt ich die ersten kleinen Aufträge für Fotos und Kurzfilme und brachte meine Homepage coxphotography.net online. Nach 9-11 haben meine Frau und ich beschlossen, dass ich nicht mehr in so großem Umfang reisen würde. Infolgedessen investierten wir in unser erstes Studio in Greenville, South Carolina. So wurde ich zum Berufsfotografen. Kurz darauf legte ich mir mein erstes Phase One Kamerasystem zu und sechs Phase One Kamerasysteme später ist klar, dass es die beste Investition gewesen ist, die ich je getätigt habe. Aktuell arbeite ich am liebsten mit dem P40+ an der 645DF, zusammen mit einem 150mm Zentralverschlussobjektiv. Als Fotograf beschäftige ich mich überwiegend mit zwischenmenschlichen Beziehungen, Werbung, Landschafts- und Architekturaufnahmen.

Was motiviert Sie als Fotograf?

Mich treiben Herausforderungen an. Ich liebe es, ohne Zwänge und Beschränkungen zu arbeiten und meine Kreativität direkt in die Aufnahme einfließen zu lassen. Ich möchte das Beste aus mir herausholen und bin nie 100% mit meinen Bildern zufrieden. Es gibt immer irgendwas, das sich verbessern lässt. Ich liebe Licht. Ich bin insofern ein Purist, als dass ich wenig bis gar keine Zeit auf die Nachbearbeitung verwende, da es meistens so ist, dass das Licht selbst, die Farben und der Kontrast meinen Bildern den letzten Schliff geben. Ich liebe Variationen und ich liebe es, Menschen vor der Kamera zu beobachten und mit ihnen zu interagieren. Ich liebe Farben, aber gleichzeitig zieht es mich auch zu Schwarz-Weiß hin, besonders wenn ich Hochzeiten oder Kinder fotografiere.

Sie fotografieren viele unterschiedliche Dinge: Portraits, Mode, Hochzeiten, Werbung, Landschaften und Architektur – wie unterscheiden sich diese Gattungen voneinander und wie ergänzen sie sich?

Ich verwende nur bei Landschafts- und Architekturaufnahmen ein Stativ. Diese Art der Fotografie ist von einem langsameren Tempo gekennzeichnet. Ich muss dem Motiv nicht hinterherjagen und habe normalerweise einen methodischeren Ansatz, als wenn ich Menschen fotografiere. Modefotografie oder Hochzeiten sind da schon hektischer, die Motive sind in Bewegung, es sind mehr Menschen involviert und man richtet sich nach einem Zeitplan. Besonders bei der Hochzeitsfotografie muss man auf Zack und jederzeit bereit sein, um nicht etwa den Brautstraußwurf oder das Anschneiden des Kuchens zu verpassen. Ich widme mich diesen ganzen unterschiedlichen Stilen, weil sie sich gegenseitig perfekt ergänzen. Obendrein ist es toll, als Fotograf immer was Neues, Frisches zu machen.

Was können Sie uns von Ihren Erfahrungen als Hochzeitsfotograf berichten?

Bei der Hochzeitsfotografie arbeite ich dokumentarisch. Alles geht sehr schnell, man hat wenig bis gar keinen Einfluss auf die Menschen vor der Linse und muss Dinge vorausahnen können. Wie gesagt, man hat nur eine Chance, den perfekten Augenblick festzuhalten. Wenn das Bouquet geworfen wird, beim ersten Tanz, beim ersten Kuss als verheiratetes Paar. Man muss vorher bereits wissen, wie man das Licht für sich nutzt, wie man Atmosphäre erzeugt und muss Unvorhergesehenes mit einplanen: Gäste, die vor einem herlaufen, die einen ansprechen etc. Die besten Ergebnisse entstehen, wenn das Paar und die Gäste gar nicht bemerken, dass man da ist. Es ist ganz anders als bei Werbeaufnahmen, ein bisschen so, als wenn man auf den verrückten Straßen Neu-Delhis arbeiten würde – es scheint zwar außer Kontrolle zu sein, im letzten Moment – kurz vor dem Frontalzusammenstoß – läuft dann aber doch alles rund.

Und wie ist es so, als Hochzeitsfotograf mit Phase One zu arbeiten?

Für mich ist es super wichtig, bei der Hochzeitsfotografie mit meinem Phase One System zu arbeiten. Meiner Meinung nach hebt es sich durch die hochwertigen Dateien, die es liefert, von allem anderen ab. Der ISO-Bereich und die Schärfeleistung bieten unendlich viele Möglichkeiten. Mit meinem ersten Digitalback der P Serie habe ich die klarsten Dateien bei ISO 100 erzeugt, die ich je gesehen habe. Die Details in den schattigen Bereichen, die Kontrastübergänge, die Glanzlichter; ich kann es nicht in Worte fassen. Als dann die P+ Serie herausgebracht wurde, konnte man Dateien mit noch höherer ISO erzeugen. Das hat mir bei Kunden viele neue Türen geöffnet, da ich nicht länger auf Studiolicht und Tageslicht beschränkt war. Durch die höhere Empfindlichkeit waren Dateien mit ISO 1600 kein Problem mehr. Manchmal findet man sich bei der Arbeit in Situationen wieder, in denen das Licht einfach nicht ausreichend oder nicht brauchbar ist. Für seine Aufnahme will man aber schneller als 1/60 schießen und aus der Hand fotografieren – kein Ding! Außerdem kann ich die Bilder recht stark zuschneiden; mit den 40 Megapixeln hat man genügend Dateiinformationen und eine längere Optik als 150 mm ist auch nicht erforderlich. Die Dateigröße und die Qualität sind genau die Dinge, die das System so leistungsstark machen.

Welches Equipment nutzen Sie zur Hochzeitsfotografie?

Idealerweise sollte man bei einer Hochzeit zwei Phase One Systeme verwenden; etwas Weitwinkliges und dann noch eins mit einem 80 mm 2.8 und einem 150 mm 2.8 zum Auswechseln. Dann braucht man noch Licht. Es muss schnell und klein sein. Ich nutze das Canon 580ex mit einem Ersatzakkupack. Es läuft problemlos 14-16 Stunden. Es ist hell und sehr schnell. Daneben nutze ich auch das Elinchrom RX Ranger Speed Battery Pack mit einem Ringlicht und einer Softbox.

Der Fotograf Patrick Cox

Kamera: Phase One 645DF
Digitalback: P40+
Patricks bevorzugter Händler:
Capture Integration www.captureintegration.com

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