• http://www.phaseone.com/de-DE/Camera-Systems/645DFplus/Case-studies/Peter-Steinhauer.aspx
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Schwarz-weiße Perspektive
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Schwarz-weiße Perspektive

Peter Steinhauer lebt für schwarz und weiß. Er liebt die Ästhetik, die Qualität und die Geschichte, die mit dieser Fotografie verbunden wird.

Peter hat einen Großteil seiner Karriere hinter Großformatkameras verbracht und hat seine Werke über 28 Jahre lang in seiner eigenen Dunkelkammer entwickelt. Heute arbeitet er vollkommen digital und genießt es, seine Phase One Digitalbacks an ihre Grenzen zu bringen, indem er mystische Landschaften mit außergewöhnlich langer Belichtung aufnimmt. Er nutzt das P45+ Back wegen dessen Fähigkeit lange, geräuschlose Belichtungen durchzuführen. Das P45+ kann Peters lange Belichtungen problemlos bewältigen, die normalerweise zwischen 30 Sekunden und 20 Minuten dauern. Er testet jetzt das Phase One Achromatic Back, das ein rein schwarz-weißes Digitalback ist.

Projektarbeit
"Ich fotografiere gerne auf Projektbasis. Ich hab ein bestimmtes Objekt in meinem Kopf. Wenn ich draußen die Landschaft fotografiere, ist das alles was ich mache. Und da all meine Landschaftsaufnahmen mit einem Stativ aufgenommen werden, ist es schwer in der Mitte eines Landschaftsshootings zu Portrait-Fotografie zu wechseln. Es sei denn ich arbeite in Ländern, die weit von meiner derzeitigen Heimatstadt Hong Kong entfernt sind, da ich dann durch die begrenzte Zeit während meiner Reise beides fotografieren muss."

Peter fotografiert in ganz Asien, hauptsächlich vor Ort. Er lebte 13 Jahre in Vietnam und Singapur bevor er sich in Hong Kong niederließ. Neben seiner kommerziellen Arbeit, hatte er immer auch eine Reihe an persönlichen Projekten in Konkurrenz dazu laufen, einschließlich einiger Bücher. Zwei Bücher über Vietnam sind schon veröffentlicht und es sind weitere Bücher in Produktion, einschließlich zwei Über Hong Kong, eins über Bali, Indien und Burma. "Am Anfang einer Projekts, stell ich mit einen großen Berg an Arbeit vor und das finale Werk als ein Buch."

Black Moor, Hong Kong
Black Moor ist eine Kombination aus künstlich geschaffenen Strukturen, der Umwelt und typischen atmosphärischen Bedingungen, die sich in Hong Kong befindet.

"Dies ist das normale Wetter in Hong Kong", erklärt Peter, "mit einem schweren Himmel und vielen Bergen. Als ich anfing zu fotografieren, war ich von Bildern aus dem 19. Jahrhundert fasziniert, in denen die Portraits von Menschen ein wenig verschwommen waren, sodass eine Fotografie entstand, die lebendig, fast bewegend erschien. Zu der Zeit war ich mir nicht im Klaren darüber, wie Belichtung Bilder beeinflusst. Ich war nur fasziniert von den geisterhaften Menschen. Doch obwohl ich mich weiterbildete und mit Landschaftsfotografie anfing, kehrte ich für Inspiration immer wieder zum frühen 19. Jahrhundert zurück. Ich wurde zum Stil der Fotografen des späten 19. Jahrhunderts, Eugene Atget und dem schottischen Fotografen John Thompson, hingezogen, als ein Gegensatz zu den Werken von Ansel Adams, in denen alle Bewegungen angehalten werden. Deshalb fing ich an, hauptsächlich mit längeren Belichtungszeiten zu arbeiten. Wenn ich es kann und wenn es passend ist, versetzte ich meine Werke gern in Bewegung. Der Wind weht immer, das Meer bewegt sich immer - ich denke lange Belichtungszeiten machen meine Fotografie lebendiger."

Black Moor wurde mit einer Phase One 645AF Kamera mit einem P45+ Back und einem 150mm Objektiv fotografiert. Die Belichtungszeit betrug ca. drei Minuten und Peter nutzte eine Reihe an neutralen Graufiltern, um lange Belichtung sogar bei Tageslicht zu sichern.

"Jeder ND Filter entspricht ungefähr vier Blendenverschlüssen, sodass ich drei oder vier dieser Filter mit meinem Objektiv mit einer Verschlusszeit von f/16 nutze, um lange Belichtungszeiten zu erreichen. Es hängt alles mit dem Umgebungslicht zusammen. Bei dieser bestimmten Belichtung war es gegen Ende des Tages und bewölkt, sodass ich einen nicht so starken Graufilter benötigte. Ich mag diese atmosphärischen Bedingungen und das weiche Licht am frühen Morgen und am späten Nachmittag. Das Licht ist dann am weichsten, und genau dieses Licht stell ich mir in meinen Visionen vor."

Ma On Shan
"Dieses Bild wurde in den New Territories aufgenommen. Hong Kong ist eine Insel, aber schließt auch Bereiche auf dem Festland bishin zur chinesischen Grenze ein. Ich stehe in einem Nationalpark und Leute sind fasziniert, wenn ich erzähle, dass das Hong Kong ist! Es sieht überhaupt nicht aus wie die dichten städtischen Bereiche von Hong Kong und Kowloon. Es ist ein langer Weg vom Parkplatz zur Spitze des Berges. Es gibt Wanderwege in ganz Hong Kong und, da ich aus Colorado stamme, gehe ich so viel ich kann in den Hügel wandern. Es ist ein sehr wichtiger Teil meines Lebens."

"Ich fotografiere in schwarz-weiß, weil das meine Sichtweise widerspiegelt. Das Diptychon und Triptychon meiner Arbeit werden wieder von der Fotografie des 19. Jahrhunderts und den Banquet Cameras beeinflusst. Der einzige Weg 100 Menschen gleichzeitig zu fotografieren ist der Gebrauch einer historischen Kamera mit Glasplatte und ich liebe dieses lange Format. Wenn ich in Gegenden wie diese komme, fühle ich den ganzen Raum um mich herum und so erschaffe ich ein Werk im langen Format. Doch ich nehme bewusst zwei oder drei seperate Bilder für dieses Format auf. Statt ein Bild aufzunehmen und es in zwei Hälften zu teilen, nutze ich ein sehr hochwertiges Stativ, um präzise jedes Foto zu gestalten. Ich mach die erste Aufnahme und dreh die Kamera zu einer Seite, sodass die Ränder übereinstimmen, und mache dann die nächste Aufnahme."

Durch das P45+, so sagt Peter, kann er selbstsicher 40x50 inch Druck für Ausstellungen erstellen. "Die Dateien sind fantastisch und die Bilder sind genauso scharf wenn nicht schärfer als ein 4x5" Negativ. Selbstverständlich ist die Phase One Ausrüstung bei weitem besser als eine 4x5" Kamera und ich nehme an, dass das einzige Manko ist, dass man 20 Minuten für die Geräuschreduktionssoftware warten muss, wenn man eine 20 minütige Belichtung durchführt. Es wäre gut, zwei Backs zu haben!"

Taikoo Fenster
"Das ist eines meiner Bilder, das am besten verkauft wird. Die Szene ist in meinem Kopf, seit ich das Bild das erste Mal 1994 vom Boden aus fotografiert habe, aber das war nicht die Aufnahme, die ich woltte. Erst vor ein paar Jahren, nachdem ich hier hin gezogen war, fotografierte ich die Szene aus einer Wohnung im 15. Stock."

"Es ist eine verschwindende Seite von Hong Kong, aber es zeigt die Dichte der alten Plattenbausiedlungen, die neu erbaut oder ersetzt werden. Es sind nur ca. 15 Meter von Wand zu Wand und ich wusste, dass ich ungefähr auf der halben Höhe des Gebäudes sein musste, um die symmetrische Komposition, die ich mir vorstellte, zu erschaffen. Doch Zugang zu erlangen war schwierig. Die Leute, die dort lebten, waren besorgt ich könnte ein Stadtentwickler sei oder dass ich ihnen ihr Zuhause für die letzten 50 Jahre wegnehmen würde. Die Security kontrollierte mich gründlich und ich musste ihnen meine Bücher und Portfolios zeigen."

"Nachdem wir die Erlaubnis für das Shooting erhielten, war die nächste Herausforderung jemandens Fenster zu öffnen und die Kamera zu positionieren. Die Fenster sind nur 50 Zentimeter breit, sodass es sogar schwierig ist, seinen Kopf herauszuhalten, um sich umzusehen! Wenn ich eine 4x5" oder 8x10" Kamera hätte, wäre es so gut wie unmöglich dieses Foto aufzunehmen! Wie würde man ein Filmhalter einlegen oder das Objektiv anblenden? Ich bearbeite so viel ich kann in Capture One, um die gwünschten Töne zu bekommen. Ich speichere die Schwarz-Weiß-Bilddatei als ein RGB und verarbeite sie im 45x60"-Format. Ich bearbeite alle meine Datei in dieser Größe und verkleinere sie, falls es notwendig ist kleiner Drucke zu machen."

"In diesem Bild ist das Gebäude oben heller und wird schrittweise zum Boden hin dunkler. Es ist so eine enge Öfnung, dass die Sonne, außer bei dem höchten Etagen, nie direkt die Wände erreicht. Mein Ansatz für dieses Bild war die Arbeit in der Dunkelkammer, da ich die Datei abwedelte und brannte, um den unteren Bereich aufzuhellen und die Balance zum oberen Bereich zu finden. Ich glaub nicht, dass ich jemals so glücklich oder zufrieden mit einem Bild war wie mit diesem, und ich war so aufgeregt es zum ersten Mal als Druck zu sehen. Es war ein Bild, das ich 15 Jahre lang in meinem Kopf hatte, bis ich endlich fähig war, das Bild so zu erstellen, wie ich es mir vorgestellt hatte als ich es das erste Mal vom Boden aus gesehen hatte."

Gesichter
Landschaften und Portraits stellen den überwiegenden Teil von Peters Fotografie dar und er arbeitet gerade an einem Projekt, das die verschiedenen Gesichter von Menschen aus verschiedenen asiatischen Städten dokumentiert.

"Ich besuche verschiedene Länder und Städte und fotografiere Menschen mit einem Mamiya 120mm Makro Objektiv. Manche Bilder sind Ganzkörperaufnahmen, andere zeigen nur das Gesicht der Person. Es ist faszinierend die Unterschiede von Land zu Land in den Gesichtern der Menschen zu sehen. Ich begann das Projekt mit einer 4x5" Kamera und jedes Bild hatte den Rand des Films als Rahmen. Wenn man die Fotografien des 19. Jahrhunderts, die mit einem Glasnegativ gemacht wurden, anschaut, kann man sehen, wo das Glas während der Verarbeitung geklebt oder gehalten wurde Diese Spuren erzeugten einen Rahmen und ich mochte diesen Effekt schon immer. Ich hab meinen Filmhalter verändert, um ein Bild wie mit einem Glasnegativ zu produzieren. Dies setzte ich auch mit den digitalen Dateien fort und jede Aufnahme wird individuell erstellt. Es ist kein Standardrahmen."

"Die Phase One Dateien passen gut zu dem 4x5" Negativen, aber es gibt Unterschiede in der Schärfentiefe. Beide Formate, 4x5 und 8x10, haben eine geringere Schärfentiefe als ein Mittelformat, sodass ich mit einem 120mm Makro-Objektiv mit der Blendenweite f/4 den Effekt des Großformats am besten erreiche. Und das Digitale hat noch eine andere Veränderung beim Fotografieren von Menschen bewirkt. Ich reiste früher mit einem Koffer voller Polaroid-Filme. Ich machte ein Foto mit der Polaroid, zeigte es den Leuten, und nahm dann eine zweite Aufnahme auf Film auf. Das hat sehr gut an Orten wie das ländliche Vietnam, Kambodscha und Indien geklappt. Heute hab ich eine Fujifilm Sofortbildkamera, um den Leuten die Aufnahme zu zeigen, doch das endgültige Bild nehme ich mit meiner Phase One Kamera auf."

Peters Hauptgalerien sind Plumb Blossoms in Hong Kong und die Art Vietnam Gallery in Vietnam. Er wird auch von anderen Galerien in Asien, den USA und Europa vertreten.

Folgen Sie Peter Steinhauers Arbeit:
petersteinhauer.com

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