Philip Jarmain
Zurück zum Überblick
Zurück zum Überblick

"Just imagine" - Lotto 649

Philip Jarmains Vorstellungskraft und die Fähigkeit, seine Visionen in Fotos zu verwandeln, macht einen großen Teil seines Erfolgs aus. Für sein Lotto 649 Projekt wollte er alles sofort mit der Kamera aufnehmen, sodass er mit talentierten Bildhauern, Modellbauern, Malern und Grafikkünstlern zusammen arbeitete, um etwas Spektakuläres zu erschaffen.

Wie hat Ihre Karriere als Fotograf begonnen?
Ich fing direkt nach der High School an, in der Filmbranche zu arbeiten und ging danach auf die Film School in Vancouver. Ich war ungefähr acht Jahre für die Ausleuchtung von Spielfilmen und Fernsehserien zuständig. Ich mochte es schon immer, Geschichten zu erzählen, aber ich bin auch eine sehr technisch denkende Person. Die Filmbranche stellte eine wunderbare Kombination aus beidem dar.

Nach ungefähr acht Jahren waren mir die sechszehn-stündigen Arbeitstage, fünf Tage die Woche zu viel und ich war bereit für eine weniger stressige Beschäftigung.

Ich begann als Fotograf zu arbeiten, aber ich hatte wirklich Probleme damit. Nach der spannenden Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Team bei großen Produktionen machte es mir einfach keinen Spaß, alleine Bilder aufzunehmen.

Als ich dann die Möglichkeit hatte, einige Werbekampagnen für ein kleines Unternehmen für Brillenfassungen aufzunehmen, änderte sich alles, da ich die Chance hatte, im Team zu arbeiten: ein Produzent, ein Artdirector, Hair-, Make-up-Artisten, Stylisten, Fotografie-Assistenten und ein Retuscheur. Diese Zusammenarbeit und die Möglichkeit, eine Geschichte mit meinen Bildern zu erzählen, war genau das, was ich vermisst hatte. Es machte mir großen Spaß und ich erkannte, dass ich bei größeren Produktionen, die eine komplexe Logistik verlangten, arbeiten wollte.

Kurz nach diesen Aufträgen hatte ich die Möglichkeit, bei einem konzeptionellen Werbeshooting für DDB mitzuarbeiten und erkannte, dass das mein beruflicher Weg war. Dieselbe Logistik und dieselben Herausforderungen wie bei Filmproduktionen, aber ohne die ewig langen Arbeitstage.

Wie sehen Sie sich heute selbst als Fotograf?
Heute fotografiere ich hauptsächlich konzeptionelle Werbekampagnen. Ein Artdirector stellt mir einen Konzeptentwurf vor und es ist mein Job, diesen auf die bestmögliche Art und Weise umzusetzen.

Ich habe meinen Sitz in Vancouver, aber ich verbringe mehr und mehr Zeit in Toronto, wo ich für die Produktionsfirma Kith and Kin arbeite. Toronto entwickelt sich zur Zeit schnell zu einem starken Standort, wo größere und komplexere Projekte durchgeführt werden und das ist es, was mich begeistert.

Erzählen Sie uns mehr über das Lotto 649 Projekt.
Für das Lotto 649 Projekt mussten sich die Artdirectors Chris Moore und John Larigakis von DDB Vancouver ein brillantes Konzept ausdenken. Zuerst dachten wir, das hauptsächlich die Postproduktion arbeitsintensiv werden würde (computer graphics [CG] oder retouching), sodass wir Christophe Huett von Paris Asile ansprachen, der unglaublich schöne und komplexe Arbeiten macht. Christophe schlug vor, dass wir, um das fotografische Gefühl zu bewahren, nicht mit CG Künstlern arbeiten sollten, sondern mit Modellbauern. In Vancouver leben einige sehr talentierte Modellbauer, da die Stadt ein großes Produktionszentrum für Feature-Filme ist. Der größte Aspekt dieses Projektes war die Zusammenarbeit mit Skulpteuren, Modellbauern und Malern. Die Objekte, die Sie auf den Bildern sehen, sind meistens sofort mit der Kamera aufgenommen worden. Die Trümmer wurden mit einem Arca-Swiss M-Monolith und einem P65+ Digitalback aufgenommen. Die Objekte wurden vor einer aufgestellten Wand mit einer Phase One 645DF Kamera, Schneider Objektiven und dem gleichen P65+ aufgenommen.

Die Bilder waren direkt scharf und kontrastreich, was mich begeisterte. Die geringe Schärfentiefe der Trümmer war eine Herausforderung. Mit der M-Monolith Kamera konnten wir mit Hilfe von extremen Tilts und Shifts knackscharfe Fotos erstellen. Die Aufnahmen waren wirklich sehr gut. Letztendlich sollten die Bilder für Plakate genutzt werden, sodass wir die Auflösung des P65+ brauchten. Das Back hat für Christophe, dem Retuscheur, sehr klare Dateien erstellt. Für sehr breite Plakate mit extremen Seitenverhältnissen, 2:1 oder 3:1, mussten wir weite Aufnahmen machen und die Bilder sehr stark zuschneiden. Mit einer DSLR Kamera hätten wir Bilder zusammenfügen müssen, um die notwendige Auflösung zu erreichen.

Ich habe versucht meine Zeit am Computer zu minimieren, da es meine persönliche Herausforderung war, so viel wie möglich direkt mit der Kamera aufzunehmen. Das ist die Herangehensweise, die ich von meiner Arbeit bei Filmproduktionen kannte und es ist in meinen Augen ein viel schönerer Prozess. Schließlich gehören Belichtung, Aufnahme von Bildern und Leitung eines Teams zu meinen Kernkompetenzen. Es liegt in meiner Verantwortung, effektiv mit meinem Team zusammenzuarbeiten und die bestmöglichen Bilder aufzunehmen, mit denen mein Retuscheur dann weiterarbeiten kann.

Dieses Projekt beruhte auf wirklicher Zusammenarbeit, es ist eine wahre Freude gewesen, daran zu arbeiten. Die Kampagne kam gut an und hat in verschiedenen Veröffentlichungen Zuspruch erhalten.

Vor Kurzem sind Sie vom P65+ auf das IQ260 umgestiegen; wie ist der Wechsel für Sie gewesen?

Auch wenn die beiden Digitalbacks über die gleiche Auflösung verfügen, ist die Qualität des IQ260s noch besser. Die Bilder sind ausdrucksstärker, als ob sie über mehr Kontrast und Detailreichtum verfügen. Ich bin sehr froh, dass ich den Umstieg gewagt habe.

Fotograf: Philip Jarmain
Kamera: Phase One 645DF
Digitalback: P65+
Philips Partner: B3K Digital

Erfahren Sie mehr
Phase One Kamerasystem
Für eine Demo anmelden

Erfahren Sie mehr über Philip Jarmain
philipjarmain.com

ALLE BILDER © Philip Jarmain

Philip-Jarmain-P65plus
Philip-Jarmain-P65plus
Philip-Jarmain-P65plus
facebook share Share on Facebook
     
Please wait!