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Wheaton Mahoney

Absolute Leidenschaft

"Als ich die ersten Abzüge gesehen habe – die Qualität der dunklen Bildbereiche, die Tonwerte – da standen mir doch tatsächlich ein paar Tränen in den Augen."
Als junge Künstlerin wollte ich meinen Vorstellungen einfach unbedingt Ausdruck verleihen. Ich hatte Haare wie ein Punk, trug bunte Springerstiefel und war entweder in der Dunkelkammer zu finden oder mit meiner Kamera unterwegs. Man kann auf jeden Fall sagen, dass die Fotografie zu mir gefunden hat und nicht umgekehrt. Ich wollte unbedingt Werbefotografin werden. Daher habe ich erst mal als Praktikantin und Assistentin in Fotolaboren und Bildagenturen gearbeitet. Ich ließ mich von Fotobüchern inspirieren und setzte mich mit Fotografen in Verbindung, um mir hilfreiche Tipps zu holen. Viele von ihnen sagten „ja“ und haben mich für eine Weile unter ihre Fittiche genommen. 

An der Rhode Island School of Design (RISD) war ich, um die künstlerischen Grundlagen zu erlernen. Dort habe ich auch wirklich begonnen, selbst zu fotografieren – immer mit einem Blick auf etwaige Möglichkeiten, in Galerien und Museen auszustellen oder an Wettbewerben teilzunehmen. Ab dem Beginn meines Studiums war klar, dass meine Arbeiten überlebensgroß sein sollten. Es war ein langsamer aber sicherer Prozess, eine Entwicklung. Nachdem ich einige Jahre mit einer herkömmlichen DSLR fotografiert hatte, wurde mir im Dezember 2015 klar, dass diese Kamera einfach nicht das hervorbrachte, was ich mir wünschte... rein technisch war damit nicht das möglich, was ich mir eigentlich vorstellte.  Da waren einfach nicht genügend Details. Wenn ich ein Bild vergrößerte, merkte man, dass die Auflösung nicht hoch genug war. Ich habe mich dann für das Phase One XF IQ3 80MP System entschieden, weil ich gerne einen Vollformatsensor und austauschbare Bildsucher haben wollte. Bei Portraitaufnahmen arbeite ich jetzt mit dem Schneider-Kreuznach 80 mm und dem 150 mm aus der Blauring-Serie. Natürlich war das eine große Investition, aber als ich die ersten Abzüge gesehen habe – die Qualität der dunklen Bildbereiche, die Tonwerte – da standen mir doch tatsächlich ein paar Tränen in den Augen. Es war wirklich atemberaubend. Heute mache ich Bilder, die im Format 100 x 100 cm gedruckt werden – dabei sind eine hohe Auflösung und fantastische Texturen absolut unverzichtbar.

Die satten Farben entstehen aber nicht nur mit der Kamera; auch Capture One trägt seinen Teil dazu bei. Die Qualität verschlägt mir manchmal immer noch die Sprache... Ich habe jahrelang mit Lightroom gearbeitet. Als ich dann mein erstes Foto mit einer Phase One Kamera geschossen und anschließend sowohl in Capture One als auch in Lightroom geöffnet habe, waren die Unterschiede verblüffend. Allein schon der Dynamikbereich und die Kontraste waren in Capture One weitaus besser; in Lightroom sah das Bild vergleichsweise verwaschen aus. Von diesem Moment an gab es kein Zurück. Bei geringfügigen Bildoptimierungen arbeite ich heute zwar immer noch mit Photoshop, allerdings erledige ich den überwiegenden Teil der Nachbearbeitung in Capture One Pro.

"Bei allem steht mir meine Kamera immer treu und zuverlässig zur Seite und sorgt dafür, dass ich meine Ideen genauso umsetzen kann, wie ich es mir vorstelle."
Bei meinem aktuellen Projekt, Cradle to Grave, sollten Bildausschnitt und Lichtsetzung bei Männern und Frauen einheitlich sein. In der Regel arbeite ich die spezifischen Charakteristika der portraitierten Personen heraus. Hier war es mir besonders wichtig, die Bilder in einen größeren Gesamtzusammenhang zu setzen, sie also in den Kontext der Serie einzubetten. Ich bin eine ruhige Fotografin, habe aber immer sehr genaue Vorstellungen. Daher möchte ich natürlich, dass die Menschen sich vor meiner Kamera wohlfühlen. Gleichzeitig versuche ich aber auch, die Emotionen aus ihnen hervorzulocken, die für meine Bilder so wichtig sind.

Um ein Gefühl bei meinen Modellen zu erzeugen, habe ich Wörter aus einem breiten Themenfeld – quasi von der Wiege bis zum Grab – in den Raum geworfen. Begriffe wie „der erste Kuss“, „Existenzangst“, „Krankheit“ etc. sollten mir dabei helfen, persönliche, wahrhaftige Gemütszustände einzufangen. Es war mir wichtig, Fotos zu machen, die Persönlichkeit haben und persönlich sind. Aus ihnen sollten Lebenserfahrung und ein individueller Ausdruck gleichermaßen sprechen. Beim Betrachten kann man förmlich spüren, wenn eine portraitierte Person beispielsweise die Schultern gerade anspannt, kurz bevor sie im nächsten Moment ausatmet. Während der verschiedenen Fotoshootings wurde geschrien, gelacht und sogar geweint. Auch mir standen hinter der Kamera das ein oder andere Mal die Tränen in den Augen, was eine fast schon therapeutische Wirkung hatte. Und bei all dem steht mir meine Kamera immer treu und zuverlässig zur Seite und sorgt dafür, dass ich meine Ideen genauso umsetzen kann, wie ich es mir vorstelle.

Ich habe immer ein Ziel vor Augen und gehe strategisch vor, um dieses zu erreichen. Ich glaube, die Menschen vor der Kamera fühlen sich mit mir wohl, weil ich ihnen zuhöre und die Ideen, die ich umsetzen möchte, Hand und Fuß haben. Und ganz nebenbei liebe ich die Herausforderung.

Gegenwärtig besteht meine Arbeit hauptsächlich aus Aufträgen für Portraits. Bilder, die lebens- oder überlebensgroß sind, erzeugen beim Betrachter eine ganz eigene Aufmerksamkeit. Sie sollen so groß sein, dass man jede feine Zeichnung und selbst die kleinen Härchen im Gesicht erkennen kann. Man soll richtiggehend fühlen, was die portraitierten Personen erlebt haben, welche Erfahrungen sie geprägt haben. Genau wie früher lautet mein Motto übrigens immer noch: Es schadet nie, nachzufragen. Und wenn die Antwort „ja“ ist, dann ist man überglücklich.

 

Über Wheaton Mahoney



Die Portraitfotografin Wheaton Mahoney arbeitet die meiste Zeit des Jahres in Los Angeles und Massachusetts.

In den vergangenen 25 Jahren ihrer Karriere hat sie ein beeindruckendes Portfolio aus künstlerischen Schwarz-Weiß-Aufnahmen, Architekturfotografie, Landschaftsstudien, Produkt- und Still-Life-Fotografien, Film-Stills und Künstlerportraits hervorgebracht. Ihre Leidenschaft liegt im Bereich der Portraitfotografie, mit der sie verschiedene Preise gewonnen hat; darunter Auszeichnungen der Fotografiemagazine Photo District News und Rangefinder. Außerdem wurde sie mit zwei ehrenvollen Erwähnungen bei den Monochrome Awards ausgezeichnet und erhielt ein Feature im Shutterbug Magazine.

Wheaton Mahoney hat schon als Teenager immer eine Kamera mit sich herumgetragen. Später hat sie an der Rhode Island School of Design ein Fotografiestudium begonnen, das sie 1993 abgeschlossen hat. Viele von Wheatons Fotografien befinden sich im Besitz privater Sammlungen. Ihre Arbeiten sind regelmäßig in Einzel- und Gruppenausstellungen in Galerien und Museen zu sehen.

 

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